Vadouvan ist ein spannendes Beispiel dafür, wie unterschiedliche Kochkulturen eine vollkommen neue Geschmackswelt hervorbringen können. Seine Wurzeln liegen in der Begegnung französischer und südindischer Küchentraditionen.
Besonders mit der ehemaligen französischen Präsenz in Südindien – unter anderem rund um Puducherry, das frühere Pondicherry – wird die Entwicklung des Vadouvan in Verbindung gebracht. Französische Einflüsse trafen dort auf die intensive Gewürzküche Südindiens.
Daraus entwickelte sich eine Gewürztradition, die heute unter dem Namen Vadouvan bekannt ist.
Wie schmeckt Vadouvan?
Vadouvan besitzt ein warmes, würziges, aromatisches und leicht erdiges Geschmacksprofil. Je nach Rezeptur können unter anderem Zwiebel-, Knoblauch-, Senf-, Kreuzkümmel- und Bockshornkleearomen den Charakter bestimmen.
Gerade diese Vielschichtigkeit unterscheidet Vadouvan von einer einfachen Currymischung.
Wie verwendet man Vadouvan?
Vadouvan sollte nicht ausschließlich wie ein Tischgewürz über fertige Speisen gestreut werden. Besonders gut entwickelt sich sein Aroma, wenn die Gewürzmischung beim Kochen kurz in Butter oder Öl erwärmt wird.
Dadurch können sich die fettlöslichen Aromastoffe entfalten und anschließend mit den übrigen Zutaten verbinden.
Vadouvan eignet sich beispielsweise für:
- gebratenes oder geschmortes Geflügel
- Lammgerichte
- Fisch und Meeresfrüchte
- Kürbis und Wurzelgemüse
- Blumenkohl und Kartoffeln
- Linsen und Hülsenfrüchte
- Reisgerichte
- Suppen und Saucen
- französisch inspirierte Currys
Vadouvan und Fond – eine besonders gute Kombination
Für die französische Küche besonders interessant ist die Verbindung von Vadouvan und Fond. Ein Geflügel-, Gemüse- oder Fischfond liefert die geschmackliche Basis, während Vadouvan die würzige Aromatik beisteuert.
Damit lässt sich beispielsweise aus Geflügelfond, Vadouvan, etwas Weißwein und Sahne eine intensive Vadouvan-Sauce zu gebratenem Hähnchen oder Fisch herstellen.